Samstag, 27. August 2011

Update

Das letzte Wochenende war ziemlich ereignisreich, da ich viel vom Neuseeland gesehen habe.
Am Freitag durfte ich mit dem Van die Maori-Klasse zu einem Maori-Fest in der Nähe von Hamilton fahren und hatte damit die Gelegenheit die Kultur der Einheimischen genauer kennenzulernen. Mit dem jährlichen Fest, das über mehrere Tage stattfindet wird die
Krönung des Maori-Königs der Region gefeiert . Auf dem Freigelände einer Marae, der Maori Gedenkstätte habe ich zunächst mit den Schülern und der Maori-Lehrerin eine Ausstellung zum Thema Gesundheit und Bildung besucht. Danach wurden Mitglieder der Regierung von der Gemeinde empfangen und es wurden zahlreiche Reden gehalten, zum größten Teil auf Maori. Dabei standen sich die Redner der Gemeinde und der Regierung immer gegenüber. Auch der Prime Minister John Key war Mitglied der Delegation und hat eine Rede gehalten. Nach der fast zweistündigen „Zeremonie“ gab es dann in einer großen Halle neben der Marae ein Essen für die Gäste. In dieser Halle war ich wirklich unter hunderten Maori der einzige Blonde, was irgendwie ein komisches Gefühl war. Aber das Essen war lecker, es gab Rindfleisch mit Kartoffeln und Aal, sowie Früchte zum Nachtisch. Anschließen fand eine weitere Zeremonie statt, die im Prinzip genauso ablief wie die erste, nur das diesmal niemand von der Regierung empfangen wurde, sondern Gäste aus Übersee. Der ganze Vormittag war wirklich interessant und ich habe etwas gesehen, wovon ein normaler Tourist sonst eher wenig mitbekommt.
Da wir uns in der vorletzten Woche mehr oder weniger spontan entschieden haben am Wochenende Ski bzw. Snowboard zu fahren sind wir am Samstag zum Mount Ruapehu gefahren. Um möglichst viel vom Tag zu haben sind wir bereits früh morgens mit dem kleinen Opel Corsa (in Neuseeland Holden Barina) von Inken und Marie losgefahren. So früh loszufahren war wirklich eine gute Idee, wir konnten direkt am Berg parken und beim Skiverleih war noch nicht so viel los wie später am Tag. Ich musste mir dort die komplette Ausrüstung leihen, da ich so gut wie keine Wintersachen mit nach Neuseeland genommen habe. Da der Verleih direkt neben dem Lift war, gings für uns dann direkt auf den Berg und wir konnten uns in die Pisten stürzen. Obwohl der Schnee für die hiesigen Verhältnisse ziemlich gut war, kam er nicht daran was man aus Österreich gewohnt ist. Auch das Skigebiet ist im Verhältnis zu denen der Alpen eher klein, dennoch reicht es für ein Wochenende natürlich vollkommen. Und was man in Österreich nicht hat, ist die unglaubliche Aussicht. Oben auf dem Gipfel blickt man in ein grünes Tal mit dem Lake Taupo und dem Nachbarvulkan Ngauruhoe, besser bekannt als der Schicksalsberg aus Herr der Ringe. Um die Mittagszeit haben wir dann Silja, Thea, Bente, Anna, Maria, Freddy, Dorian und George getroffen, die wie von den Seminaren in Auckland und Deutschland bereits kannten und die zufällig die gleiche Idee hatten wie wir. Wir sind dann zusammen bis zum Nachmittag weitergefahren und dann alle zusammen in ein Backpacker-Hostel in National Park gegangen. Da wir ziemlich spät gebucht hatten, konnten wir nur in der Kletterhalle des Hostels auf Matratzen übernachten, was aber völlig okay war. Am nächsten Morgen sind wir ohne Freddy, Dorian und George, die arbeiten mussten, zum Lake Taupo, Neuseelands größtem See aufgebrochen. An der Straße neben dem See gab es zahlreiche Stellen zum Anhalten um die Aussicht zu genießen und Fotos zu machen. Im Ort Taupo haben wir dann am See zusammen Mittag gegessen, ich hatte was von KFC, gibts hier an jeder Ecke und ist genauso lecker wie in Deutschland! Danach sind wir aus Hamilton leider schon wieder in Richtung Heimat aufgebrochen, da Sebastian und ich sonntagsabends schon wieder arbeiten mussten. Nach der Arbeit haben wir dann noch die andern Mädels getroffen, die uns nach Hamilton gefolgt sind und endlich mal wieder unter Menschen kommen wollten, da sie in Marton leben, was nur ein paar Hundert Einwohner hat. Am Montag haben Sebastian und ich uns dann endlich unser Auto gekauft, einen Subaru Legacy von 1991. Wir haben für das Auto nur umgerechnet etwa 600 Euro bezahlt und es hat ein paar Dellen und Kratzer, fährt aber ziemlich gut. Das es einfach viel praktischer ist, ein Auto zu besitzen, haben wir schon in den letzten Tagen gemerkt. Man kommt einfach schneller zum Einkaufen in die Stadt oder einfach spontan gerade dahin wo man will. Neue Fotos lade ich hoffentlich noch dieses Wochenende hoch, dann könnt ihr euch ein Bild machen :-).

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