Sonntag, 14. August 2011

Nach 2 Wochen!


Jetzt lebe ich schon mehr als zwei Wochen in Hamilton und an der Boys High und will deshalb in diesem Post mal versuchen meine Arbeit und die Stadt ein wenig zu beschreiben. Ich teile mir hier die Arbeit mit Sebastian, dem anderen Deutschen „Gappie“, wie wir hier unter Anderem genannt werden (von Gap – Student, was wiederum Englisch ist und mit Lücken-Schüler zu übersetzen ist, weil wir ja mit diesem Jahr die Lücke zwischen Schule und Universität überbrücken). Morgens sind wir beide in der normalen Schule und bekommen jeden Tag einen Stundenplan auf dem wir ablesen können in welchem Raum und für welchen Lehrer wir Vertretungsunterricht geben sollen. Meistens bekommen wir auch Anweisungen in denen steht was genau wir mit den Schülern machen sollen oder Arbeitsblätter die ausgefüllt werden müssen. Es ist wirklich komisch auf einmal der Lehrer zu sein, wenn man 13 Jahre lang Schüler gewesen ist und gerade erst die Schule beendet hat. Dennoch ist es eine bisher abwechslungsreiche Arbeit und die Jungen sind auch nicht zu anstrengend, da sie wissen, dass wir ihnen leicht Strafen geben können und auch sollen. Wenn zum Beispiel einer der Jungs zu laut wird und seine Arbeit überhaupt nicht macht, schreibt man seinen Namen auf und erklärt ihm, dass sein Name an den Lehrer oder die Schulleitung gegeben wird. Innerhalb von einem Moment auf den andern ist der Junge dann der ruhigste aus dem ganzen Kurs :-).
Ich musste in der letzten Woche z.B. in Deutsch, Sport und Physik vertreten und auch in ungewohnten Fächern wie Outdoor Education und Health Education, wo die Boys über das Zusammenleben in der Familie diskutieren sollten. Nach der Schule geht unsere Arbeit im Internat weiter, hier hat dann einer von uns entweder Hostel Duty, d.h. er sitzt den Nachmittag im Büro und notiert wer das Haus verlässt, um in die Stadt oder zum Sport zu gehen. Abends muss man dann noch ca. 2 Stunden im Dining Room sitzen, wo die 11. und 12. Klassen ihre Hausaufgaben machen müssen. Unsere Aufgabe dort ist es aufzupassen, dass niemand redet oder stört. Wenn man also Vormittags in der Schule arbeiten musste, ist man praktisch von 7.20 Uhr bis 21.30 immer am „arbeiten“, wobei sich das arbeiten meist auf rumsitzen und aufpassen beschränkt. Am nächsten Tag hat man dann Van Duty, d.h. ich fahre meist den ganzen Tag in Hamilton herum und bringe die Schüler vom Hostel zu ihren Sportvereinen. Manchmal hat man auch Glück und der Liste ist nicht so voll, sodass man ein wenig Freizeit zwischendurch hat. Letztes Jahr gab es hier drei Gappies, dadurch hatte immer einer einen Tag in der Woche frei, das fehlt uns ein wenig, da wir bisher nur am Wochenende dazu kommen einzukaufen, unsere Wäschen zu machen und selber ein wenig Sport zu treiben, wenn man dann auch noch herumfahren möchte, zum Beispiel zum Strand, wie wir es dieses Wochenende gemacht haben, wird die Zeit ein bisschen knapp. Dennoch macht die Arbeit eigentlich Spaß und wir haben ja auch noch richtig lange Ferien um viel von Neuseeland zu sehen. Um den Post nicht zu lang werden zulassen belasse ich es erst mal bei der Arbeit und werde in den nächsten Tagen etwas zu Hamilton schreiben.

Hier noch ein Link zu ein paar Bildern, die ich in der Zeit gemacht habe (sollte auch funktionieren, wenn man keinen Facebook Account hat):
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.2249766920072.2128170.1125208071&l=c7209f7c9d&type=1

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